Seit Ende 2021 werden in den Praxen vermehrt Systemabstürze registriert, die in Korrelation mit dem Einlesen mancher elektronischer Gesundheitskarten (eGK) zu stehen scheinen. Konkret sind eGK’s vom Typ G 2.1 von dieser Problematik betroffen. Diese Karten sind mit der sogenannten NFC-Technologie (Near Field Communication) ausgestattet. Und genau diese Technologie steht im Verdacht im Zusammenspiel mit den betroffenen Kartenterminals diese Systemabstürze zu bedingen. Zunächst wurde vermutet, dass trockene Winterluft und weitere äußere Faktoren wie Fußbodenbeläge und Plastikhüllen zu einer elektrostatischen Aufladung (ESD-Problematik) führen würden, die beim Stecken der eGK das System zum Absturz bringt. Seit dieser Erkenntnis versucht man, mit ESD-Matten,  zusätzlichen Terminalaufsätzen und sonstigen Hilfsmitteln entgegenzusteuern. Die ESD-Problematik konnte man durch diese Maßnahmen weitestgehend in den Griff bekommen.  Trotzdem konnte man anscheinend diese Systemabstürze der Kartenterminals nicht vollständig beseitigen. Aus diesem Grund geht man aktuell von weiteren möglichen Fehlerquellen aus. NFC-Karten können sich elektrostatisch oder innerhalb von Sekunden durch Funkwellen aufladen, sodass sie beim Einstecken einen Entlade-Impuls auslösen. Weiterhin haben NFC-Karten einen höheren Strombedarf und können zu einem Spannungsabfall im Kartenleser führen, der dann einen Absturz auslöst. Falls Sie trotz erfolgreicher ESD-Gegensteuerung Probleme bei Ihren Kartenterminals bemerken, wenden Sie sich gerne an Ihren IT-Dienstleister, den Kartenterminalhersteller oder direkt an die gematik unter betrieb@gematik.de.