KIM-Anwendungen2022-11-29T15:34:07+01:00

Kommunikation im Medizinwesen (KIM)

KIM ist der Dienst für die zukünftige sichere, vertrauliche Kommunikation im Gesundheitswesen.

Die Anwendungen eAU, eArztbrief und TIM können derzeit mit KIM genutzt werden.

KIM ist der Dienst für die zukünftige sichere, vertrauliche, barrierefreie und sektorübergreifende Kommunikation im Gesundheitswesen.
KIM können Sie sich vorstellen wie ein sicheres E-Mail Programm integriert in Ihrer Praxissoftware, mit dem Sie Ende-zu-Ende verschlüsselte Nachrichten fälschungssicher versenden können.

KIM wird den heutigen Kommunikationsdienst KV-Connect sukzessive ablösen.

Seit dem 1. Oktober 2021 ist der Versand der eAU an die Krankenkassen möglich und seit dem 1. Januar 2022 ist dieser zur Pflicht geworden.

Solange die zur Übermittlung von elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen (eAU) notwendigen technischen Voraussetzungen in der Vertragsarztpraxis nicht zur Verfügung stehen, können Ärzte übergangsweise das alte Verfahren anwenden (Muster 1).

Praxen, die vom Versand der eAU betroffen sind, sollten daher zeitnah KIM bestellen.

  • Für Therapeutische Praxen ist KIM nicht verpflichtend.

Anwendungen im Überblick

Quelle: gematik GmbH

Über KIM ist es möglich, mehrere KIM-Adressen für die Praxis einrichten zu lassen.
Hier wird unterschieden zwischen der Praxis KIM-Adresse (Standard) und der persönlichen KIM-Adresse (Arzt bezogen).
In der Regel ist für die Nutzung der Anwendungen eAU und eArztbrief eine KIM-Adresse zu Beginn ausreichend. Sollten Sie im Nachgang feststellen,
dass weitere KIM-Adressen benötigt werden, können diese nachbestellt werden. Preise erfragen Sie bitte bei Ihrem PVS-/ KIM-Anbieter.

  • Hinweis: Nach Registrierung der KIM-Adresse muss diese innerhalb von 96 Stunden in der Praxissoftware eingebunden/ aktiviert werden, sonst muss der Registrierungsprozess erneut durchgeführt werden!

    Erst nach der Einbindung und Aktivierung der KIM-Adresse wird diese im Verzeichnisdienst angezeigt.

Praxis KIM-Adresse

Die Praxis KIM-Adresse ist von allen Mitarbeitern einsehbar/ nutzbar, diese ist mit der SMC-B Karte der Praxis verknüpft.
Diese Variante wird am häufigsten verwendet und ist für den Praxisstart ausreichend.

Persönliche KIM-Adresse

Persönliche KIM-Adressen werden in der Regel bei großen Praxen oder Praxen mit komplexer Infrastruktur verwendet, in der gewünscht ist, dass Nachrichten direkt an den jeweiligen Arzt gesendet werden können.

In diesem Fall wird die KIM-Adresse dem eHBA des Arztes zu gewiesen. Zugriff auf diese Nachrichten hat nur der Arzt und der Zugriff kann auch nur erfolgen, wenn der eHBA gesteckt ist. Mitarbeiterinnen können auf diese E-Mails nicht zugreifen!

Wenn Sie in Ihrer Testabrechnung (KVNO-Portal/ KV-Connect), im Regelwerksprotokoll folgende Fehlermeldung erhalten,

müssen Sie die Genehmigung für die abrechenbaren Leistungen und die Förderung für KIM über das KVNO-Portal unterServices“ -> „Förderantrag Telematikbeantragen.
Hierzu benötigen Sie Ihre KIM-Adresse, die Sie von Ihrem Softwarehaus oder KIM-Provider erhalten.

Erst mit genehmigten TI-Pauschalenantrag, können Sie KIM Leistungen wie z. B. eArztbriefe und die eAU abrechnen.

Seit vielen Jahren ist es möglich, elektronische Arztbriefe (eArztbriefe) direkt aus dem Praxisverwaltungssystem (PVS) zu versenden. Hierzu wurde bis zum 31. März 2021 KV-Connect genutzt. Der Gesetzgeber sieht vor, dass eine Vergütung für den Versand und Empfang von eArztbriefen ab dem 1. April 2021 nur noch möglich ist, wenn Ärzte den signierten eArztbrief über KIM versenden. Benötigt wird für den Versand der elektronische Heilberufsausweis (eHBA), um damit die qualifizierte elektronische Signatur (QES) zu erstellen.

Eine Verpflichtung zur Übermittlung von eArztbriefen besteht nicht.

Seit dem 1. April 2021 wird die Versendung von eArztbriefen nur noch über KIM vergütet.
Sie benötigen dafür eine eigene KIM-Adressen.

Quelle: gematik GmbH

eArztbrief

Quelle: gematik GmbH

Ein Allgemeinmediziner überweist einen Patienten an einen Kardiologen. Nach der Untersuchung möchte der Kardiologe den Befund an den Allgemeinmediziner übermitteln:

  • Der Kardiologe verfasst einen Arztbrief in seiner Praxissoftware und signiert den Arztbrief mit seinem Heilberufsausweis (eHBA).

  • Anschließend wählt der Kardiologe den überweisenden Allgemeinmediziner in seiner Praxissoftware bzw. aus dem KIM-Adressbuch als Empfänger aus.

  • Die Nachricht mit dem Arztbrief wird verschlüsselt an den Allgemeinmediziner versendet.

  • Die Praxissoftware des Allgemeinmediziners nimmt die Nachricht entgegen. Sie wird automatisch entschlüsselt und auf Datenmanipulation hin überprüft.

Detail Ansicht

Quelle: gematik GmbH

Die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) ist seit dem 1. Oktober 2021 digital. Muster 1 welches bisher über die Blankoformularbedruckung (BFB) oder über das Standard Formular („gelber Schein“) gedruckt wurde, wird auf die sogenannten Stylesheets umgestellt und digital per KIM, an die zuständige Krankenkasse versendet.

Die Umstellung der AU auf das neue Verfahren erfolgt in zwei Schritten:

  • Im ersten Schritt ist es seit dem 1. Oktober 2021 möglich die Ausfertigung für die Krankenkasse über KIM (Kommunikation im Medizinwesen) zu versenden. Verpflichtend wurde dies zum 1. Januar 2022, wenn die Praxen alle technischen Anforderungen erfüllen können.

  • Im zweiten Schritt wird ab 1. Januar 2023 zusätzlich die Ausfertigung für den Arbeitgeber per KIM versendet. Der Arbeitgeber kann dann die Daten bei der Krankenkasse über das sogenannte Arbeitgeberverfahren abrufen.

Seit dem 1. Oktober 2021 ist der Versand der eAU über KIM an die Krankenkassen möglich, ab dem 1. Januar 2022 zur gesetzlichen Pflicht.
Diese Vorgabe ist im Terminservice-und Versorgungsgesetz (TSVG) (§ 295 Abs. 1 SGB V) festgelegt.

Die KBV rät deshalb allen Praxen, schnellstmöglich auf die neuen digitalen Verfahren zu wechseln und die erforderlichen Software-Updates zu installieren. Sie weist aber auch darauf hin, dass Arztpraxen über den 1. Januar 2022 hinaus Krankschreibungen auf Papier ausstellen können, wenn die notwendigen technischen Voraussetzungen für die eAU noch nicht zur Verfügung stehen. Um eine reibungslose Versorgung sicherzustellen, empfiehlt die KBV folgende pragmatische Vorgehensweise:

Vorgehen  bei der Umsetzung des neuen eAU-Verfahrens

Das PVS-Update für die eAU soll spätestens in Q1 /2022 flächendeckend zur Verfügung stehen.
Wichtig ist zudem, dass Praxen alle Schritte, die sie bereits selbst vorbereiten können, nun in die Wege leiten. Das betrifft vor allem die Bestellung und die Freischaltung eines elektronischen Heilberufsausweises (eHBA) sowie eines KIM-Dienstes. Letzterer sorgt für die sichere Übermittlung der eAU an die Krankenkasse.

Wann sollte das eAU-Update im PVS eingespielt werden?

Das eAU-Update sollte nach Rücksprache mit Ihrem PVS-Anbieter eingespielt werden, sobald alle technischen Voraussetzungen erfüllt und getestet sind. Hintergrund ist, dass nicht bei jedem PVS die Möglichkeit besteht, die eAU vorab zu testen oder das Update später wieder zurückzusetzen (eAU-Schalter im PVS).

Folgende Voraussetzungen sollten vor dem Einspielen des eAU-Updates erfüllt sein:

  • eAU-Update liegt vor und ist vom Systemhaus freigegeben

  • eAU-Schalter im PVS kann ggf. auf das alte Verfahren zurückgesetzt werden

  • KIM-Adresse liegt vor, ist eingerichtet und funktionsfähig (Testen Sie KIM, indem Sie sich selbst eine Nachricht zusenden!)

  • eHBA liegt vor und ist freigeschaltet

  • Stapel– und/ oder Komfortsignatur sind möglich und wurden vorab getestet (z. B. mit eArztbriefen)

Die Ausdrucke (Versicherter / Arbeitgeber) können wahlweise im Format A4 oder A5 erzeugt werden.

  • Der Ausdruck erfolgt auf normalem Druckerpapier. Das Papier muss von den Praxen selbst beschafft werden. Sicherheitspapier ist nicht notwendig.

Welcher Drucker hierfür eingesetzt wird, entscheidet die Arztpraxis. In den meisten Fällen dürfte ein Laser- oder Tintenstrahldrucker die wirtschaftlichste Option sein.

Die Ausfertigungen für den Patienten oder dem Arbeitgeber müssen immer von dem Arzt unterschrieben werden, welcher auch die AU festgestellt hat.
Eine Unterschrift durch die MFA ist nicht möglich!

Das PVS unterstützt Ärztinnen und Ärzte dabei, die AU-Daten zukünftig elektronisch zu verschicken. Das soll in der Praxis genauso komfortabel geschehen wie heute das Bedrucken des Papierformulars.

  • AU im PVS aufrufen und befüllen

  • Daten elektronisch signieren (eHBA)

  • Je nach PVS „Drucken und Versenden“ auswählen und anklicken

  • Im neuen Fenster „Bestätigen“ anklicken

  • PVS startet elektronische Übermittlung an die Krankenkasse per KIM

  • Ausdrucke für Arbeitgeber und Patienten unterschreiben

Versand der eAU an die Krankenkasse seit dem 1. Oktober 2021

Quelle: KBV

Start des Arbeitgeberverfahrens ab 1. Januar 2023

Quelle: KBV

Quelle: KBV

  • Hinweis: Sollte das eAU-Update in der Praxis noch nicht eingespielt worden sein, greift das Ersatzverfahren Szenario 4.
    Die ab Oktober 2021 gültige Versandpauschale GOP 40131 (0,86 Euro) kann abgerechnet werden, wenn die AU bei einem Hausbesuch ausgestellt wird und dem Patienten ein Ausdruck des AU-Formulars nachträglich zugeschickt werden muss (Option 2).

  • Hinweis: Alle PVS benötigen eine eAU-Zulassung auf dieser Grundlage: Technische Anlage eAU | KBV
    Die Pflichtfunktion unter dem Punkt 6-02, Unterpunkt 4 verlangt den Ausdruck der Stylesheets als unbefüllte Blankoformulare. Sollte diese Option in Ihrem PVS noch nicht möglich sein, kontaktieren Sie Ihren PVS-Anbieter. Eine Übersicht, ob Ihr PVS-Anbieter bereits für die eAU zertifiziert ist finden Sie hier.

Wenn die digitale Datenübermittlung an die Krankenkasse vorübergehend nicht möglich ist, werden die Daten vom PVS gespeichert und der Versand erfolgt, sobald dies wieder möglich ist. Wenn der Patient oder die Patientin noch in der Praxis ist, drucken Sie den Ausdruck für die Krankenkasse aus. Der Versand an die Krankenkasse erfolgt dann über die Versicherten. Hat der Patient oder die Patientin die Praxis bereits verlassen und der digitale Versand ist auch bis zum Ende des nachfolgenden Werktages nicht möglich, muss die Praxis die Papierbescheinigung an die Krankenkasse versenden. Die offizielle Diktion zum Ersatzverfahren eAU ist im Bundesmantelvertrag hinterlegt (vgl.  §4 Absatz 4.1.4 Anlage 2b BMV-Ä ).

Arztpraxen, welche nicht rechtzeitig zum Starttermin 1. Januar 2022 mit den nötigen technischen Voraussetzungen ausgestattet sind, haben noch die Möglichkeit, die bisherigen AU-Vordrucke gemäß Anlage 2 und 2a des BMV-Ä in der bis zum 30. September 2021 geltenden Fassung zu verwenden.

Szenario 1: Praxis ohne eHBA

Quelle: KBV

Szenario 2 und 3: Praxis ohne TI-Anbindung und/oder KIM-Dienst

Quelle: KBV

Szenario 4: Praxis ohne PVS-Update zur eAU

Quelle: KBV

Mit dem TI-Messenger nimmt der – von der gematik entwickelte – neue Messaging-Standard Gestalt an.

Ziel ist, ein sicheres Übermittlungsverfahren für Kurznachrichten zu schaffen, mit dem Kurznachrichten über Apps ortsunabhängig auf dem Smartphone und Tablet oder stationär auf dem PC ausgetauscht werden können.

Im Gegensatz zu jetzigen Messenger sollen folgende Punkte abgedeckt werden:

  • Interoperabilität zwischen den Messenger-Anbietern

  • Schutz sensibler Gesundheitsdaten durch Ende-zu-Ende Verschlüsselung

  • Einheitliche Zertifizierung

  • Einheitliche Vorgaben zur Authentifizierung

  • Innovation durch fortlaufende Weiterentwicklung

Die Nutzung des TI-Messenger ist für Praxen nicht verpflichtend. Er soll lediglich die Kommunikation erleichtern, im ersten Schritt unter den Behandlern, im zweiten Schritt mit den Patienten.

Der Gesetzesentwurf zum Digital-Versorgung-und-Pflege-Modernisierungs-Gesetz (DVPMG), das die Grundlage für Auswahl und Festlegung des Messenger-Standards darstellt, wurde Ende Mai vom Bundesrat gebilligt; die Veröffentlichung der Festlegungen durch die gematik erfolgte im Herbst 2021.

Anbieter können auf Basis des festgelegten Messenger-Standards Lösungen entwickeln und diese nach Zulassung der gematik anbieten. Jeder Nutzer kann frei entscheiden, über welchen TI-Messenger er kommunizieren möchte. Wesentliche Unterschiede zu bereits bestehenden Messengerlösungen sind die Erreichbarkeit aller TI-Messenger-Nutzer durch die Gewährleistung von Interoperabilität zwischen einzelnen Messenger-Diensten und die Bereitstellung eines zentralen Adressbuches aller authentifizierten Nutzer. Dies sind Alleinstellungsmerkmale des gematik-Standards und ein Meilenstein für die sektorenübergreifende Kommunikation im Gesundheitswesen.

Bereits im Sommer 2022 kann mit ersten Lösungen am Markt gerechnet werden.

Quelle: gematik GmbH

Quelle: gematik GmbH

Sensible Daten sicher und schnell austauschen.

Per TI-Messenger lassen sich Informationen schnell, sicher und unkompliziert verschicken. Schließt eine Institution alle Mitarbeitenden an den Dienst an,
kann der TI-Messenger – wie das Praxisbeispiel zeigt – die interne Kommunikation enorm verbessern.

Aktuell liegen hier noch keine Informationen vor.

In das digitale Adressbuch sollen die Daten von Leistungserbringern, ihren organisatorischen Einheiten sowie anderen juristischen Personen oder deren Mitarbeiter fließen, die die TI nutzen. Der Verzeichnisdienst ist für die TI-Betreiber durchsuchbar und enthält Namen, Adressdaten, technische Adressierungsdaten, die eindeutige Identifikationsnummer, das Fachgebiet sowie den öffentlichen Teil der technischen Identität. Versichertendaten sind ausgeschlossen.

Verzeichnisdienst/ Adressbuch

Quelle: gematik GmbH

Der TI-Verzeichnisdienst soll zum Beispiel für die Berechtigungsvergabe der elektronischen Patientenakte durch Versicherte oder auch für den gezielten Nachrichtenversand über den Dienst „Kommunikation im Medizinwesen“ (KIM) genutzt werden. Die gematik ist für die Sicherheit der Daten zuständig.

Die im TI-Verzeichnisdienst hinterlegten Basisdaten der Betriebsstätte umfassen:

  • Name der Betriebsstätte

  • Straße und Hausnummer Postleitzahl und Ort

  • Bundesland (KV-Bereich der Betriebsstätte)

  • Betriebsstätten Nummer (BSNR)

  • Spezielle Fachgebietscodierung

Neben den Basisdaten einer Betriebsstätte wird auch der Zertifikatseintrag des eHBA und des Praxisausweises (SMC-B Karte) in den TI-Verzeichnisdienst eingetragen.

Die Heilberufskammern, die Deutsche Krankenhausgesellschaft und die Kassenärztlichen Vereinigungen sind gemäß dem Patientendaten-Schutz-Gesetz (PDSG) seit 1. Dezember 2020 verpflichtet, die bei ihnen vorliegenden aktuellen Daten der Nutzer an den Verzeichnisdienst der gematik zu übermitteln und aktuell zu halten.

Und so funktioniert es:

Die Basisdaten der Arzt- bzw. Psychotherapiepraxis werden automatisch ins digitale Adressbuch übertragen, sobald der eHBA/ die SMC-B freigeschaltet ist. Die Praxis erhält daraufhin eine E-Mail-Benachrichtigung über den erfolgten Eintrag. Das Vervollständigen der Praxisstammdaten und die weitere Pflege dieser übernimmt dann die zuständige KV. Für neu Zuordnungen oder Änderungen der KIM-Adressen ist der KIM-Anbieter zuständig, die KV kann hier keine Änderungen vornehmen.

Anfang Dezember 2020 ist der elektronische Verzeichnisdienst für die Telematikinfrastruktur (TI) gestartet. Er wird von der gematik betrieben.

Der Dienst soll die Daten von Leistungserbringern, Organisationen und Personen, die die TI nutzen enthalten. Er ist sozusagen das allgemeine Adressbuch für die Anwendungen innerhalb der TI.

Änderungen im Verzeichnisdienst können von der jeweiligen Stelle vorgenommen werden, welche die Daten in dem Verzeichnisdienst hinterlegt haben.
Dies ist abhängig davon, ob die Daten im Rahmen der eHBA Bestellung oder der SMC-B Bestellung vorgenommen wurden.

Bei der Eintragung im Rahmen der eHBA Bestellung ist die Ärztekammer Ansprechpartner.
Bei der Eintragung im Rahmen der SMC-B Bestellung ist die KVNO Ansprechpartner.
Für die Zuweisung/ Änderung von Zertifikaten oder KIM-Adressen sind die KIM-Anbieter/ Trust Center Ansprechpartner.

Besteht der Wunsch auf inhaltliche Änderung des VZD bezogen auf Anschrift , Anzeigename oder Fachgruppe, ist das Arztregister der richtige Ansprechpartner.
Anpassungen können nur über einen schriftlichen Antrag beim zuständigen Zulassungsausschuss herbeigeführt werden.

Falls Sie Änderung des Eintrags im VZD beantragen möchten, kann dies einige Wochen dauern.

„Eine Änderung der Anschrift bzw. Verlegung Ihres Vertragsarztsitzes oder der angezeigten Fachgruppe im Verzeichnisdienst bedarf der vorherigen Genehmigung des zuständigen Zulassungsausschusses und ist schriftlich bei der entsprechenden Geschäftsstelle des Zulassungsausschusses zu beantragen. Dies gilt auch für eine Umfirmierung eines Medizinischen Versorgungszentrum. Eine Aufstellung der zuständigen Ansprechpartner und notwendigen Formulare finden Sie auf unserer Homepage unter Formulare für die Zulassung und Ermächtigung in Nordrhein | KV Nordrhein.

Der Praxisname einer Einzelpraxis oder Berufsausübungsgemeinschaft wird automatisch anhand der Praxiskonstellation ermittelt und kann daher nicht in den Stammdaten geändert werden. Die Angabe von abweichenden Firmierungen auf Praxisschildern, Briefköpfen etc. ist jedoch im Rahmen der berufsrechtlichen Vorgaben möglich.“

Die TelematikID weist jeder BSNR eine eindeutige elektronische Identität in der TI zu. Je vergebener TelematikID wird (durch den Kartenherausgeber – eHBA/SMC-B) jeweils ein (Basis-)Eintrag im Verzeichnisdienst der TI (VZD) erstellt. Mehrere SMC-B Karten mit identischer TelematikID erhalten keinen zusätzlichen VZD-Eintrag.

Die TelematikID für eine Praxis (BSNR) ist im VZD enthalten und hat folgende Systematik: 1-20BSNR (z. B. 1-20270101010).

KIM-Adressen werden nur pro TelematikID vergeben, nicht für einzelne SMC-B Karten, welche einer gemeinsamen TelematikID zugehörig sind (z. B. Ersatzkarten). Es sind mehrere Postfächer pro TelematikID möglich.

  • Hinweis: Da die KIM-Adresse mit der TelematikID verknüpft ist, müssen Sie bei der Neubestellung der SMC-B Karte oder des eHBA/ePTA (z. B. nach Ablauf der Gültigkeit nach 5 Jahren und gleichbleibender BSNR) darauf achten, das die bereits vorhanden Telematik-ID im Antrag mit angegeben wird. Bestellen Sie die Folgekarte beim gleichen Hersteller, wird die TelematikID in der Regel automatisch übernommen. Wechseln Sie jedoch den Kartenanbieter, dann müssen Sie die TelematikID aktiv eingeben. Wird dieser Eintrag vergessen, kann dieser nach Erstellung der Karte nicht geändert werden. Dies hat zur Folge, dass die De- und Neuregistrierung der KIM-Adresse für Ihren PVS-Anbieter aufwändiger wird.

    Ändert sich Ihre BSNR, müssen Sie ebenfalls eine neue SMC-B Karte bestellen. In diesem Fall muss eine neue TelematikID erstellt werden und die ggf. bestehende KIM-Adresse angepasst/ neu erstellt und neu zugeordnet werden.

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